Camping mit Kindern ist eine der schönsten Arten, gemeinsam Zeit zu verbringen, weil das Leben draussen stattfindet. Es ist aber auch ehrlich gesagt nicht immer entspannt. Wir sind mit zwei Jungs unterwegs, und mit ein paar einfachen Grundsätzen wird aus dem möglichen Stress ein richtig gutes Familienabenteuer.
Essen ist der wichtigste Stimmungsmacher
Wenn wir eine einzige Sache hervorheben müssten, dann diese: Habt immer etwas zu essen dabei. Hunger ist bei Kindern der schnellste Weg zu schlechter Laune, und unterwegs lässt sich nicht immer sofort etwas auftreiben. Ein kleiner Vorrat an Snacks, dazu einfache Mahlzeiten, die sich schnell kochen lassen, retten so manchen Nachmittag.
Mit Kindern unterwegs ist das Wichtigste schnell aufgezählt: Wasser, etwas zu essen, gute Kleidung. Der Rest ist Zugabe, denn das Leben findet draussen statt.
Beschäftigung ohne Bildschirm
Bücher und Spielsachen gehören bei uns immer ins Gepäck. Dazu Dinge, die draussen funktionieren: ein Fussball, ein Ping-Pong-Set, ein paar einfache Gesellschaftsspiele für den Abend. Walkie-Talkies sind bei den Kindern besonders beliebt, sie geben ihnen ein Stück Freiheit auf dem Platz und sind gleichzeitig praktisch, um sie zu erreichen.
Platz zum Schlafen, wenn die Kinder grösser werden
In einem Campingbus geht es mit kleinen Kindern erstaunlich gut. Wenn die Kinder grösser werden, wird es enger, aber auch dafür gibt es Lösungen. Wir haben ein gutes Vorzelt von Outwell, mit dem sich der Wohnraum verdoppelt. So kann man sich beim Schlafen aufteilen, zwei im Fahrzeug, zwei im Zelt, oder alle zusammen im Zelt. Ein Vorzelt ist für Familien fast die wichtigste Erweiterung überhaupt.
Die richtige Sicherheitsausrüstung
Für Familien lohnt sich eine etwas besser bestückte Erste-Hilfe-Box, über das gesetzliche Minimum hinaus. Bei uns gehören ein Antiallergikum für die Kinder dazu, etwas gegen Bauchschmerzen und Durchfall, und eine Kühldecke. Das ist kein Angstprogramm, sondern Gelassenheit: Wer vorbereitet ist, bleibt auch bei einer kleinen Schramme oder einem Insektenstich ruhig.
Was bei uns als Familie immer dabei ist
- Genug Wasser und Snacks. Gegen Durst und schlechte Laune zugleich.
- Bücher, Spiele, Fussball. Beschäftigung, die ohne Strom funktioniert.
- Walkie-Talkies. Freiheit für die Kinder, Erreichbarkeit für die Eltern.
- Vorzelt. Mehr Platz zum Schlafen und für Regentage.
- Gut bestückte Erste-Hilfe-Box. Antiallergikum, Mittel gegen Bauchweh, Kühldecke.
- Regenkleidung. Ein nasser Camper ist schnell ein ungemütlicher Camper.
In Zeit denken, nicht in Kilometern
Mit Kindern lohnt es sich besonders, kurze Etappen zu planen. Lange Fahrtage führen schnell zu Quengeln. Plane lieber zwei bis drei Stunden Fahrt am Tag und genug Zeit zum Ankommen, Spielen und Entdecken. So bleibt die Reise für alle entspannt, und auch die Eltern können sie geniessen.
Lieber unkompliziert als perfekt
Kinder brauchen keinen Hochglanz-Camper und kein durchgestyltes Setup. Sie brauchen Zeit, Natur und Eltern, die nicht gestresst sind. Je einfacher die Ausrüstung, desto mehr Ruhe habt ihr für das, worauf es ankommt. Es kommt immer auf die eigenen Vorlieben an, aber für uns gilt: Weniger Komfortansprüche bedeuten oft mehr echte Erinnerungen.
Mehr zur konkreten Ausrüstung findest du im Ratgeber Ich brauche Ausrüstung für eine Reise, und wenn du noch ganz am Anfang stehst, hilft dir Ich plane meine erste Camperreise weiter.